Erweiterungsantrag: Personalakquise für das pädiatrische Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) intensivieren und sichern (Prüfauftrag)
Das Entsetzen über die geplante Schließung des MVZ-Standortes in Lüttringhausen ist groß. Betroffene Eltern wenden sich zahlreich an uns und berichten von ihren Sorgen um eine ausreichende und angemessene kinderärztliche Versorgung. Wir erkennen an, dass die Stadtverwaltung im Sinne der Daseinsversorgung bereits diverse Optionen versucht hat, die offenen Arztsitze zu besetzen. Und kritisieren gleichzeitig, dass die eigentliche Aufgabenträgerin kassenärztliche Vereinigung den Rahmen ihrer Möglichkeiten offenkundig nur unzureichend ausschöpft.
Erweiterungsantrag zur Drucksache 17/0740
zur Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Wohnen und Pflege am 22.04.2026 und des Haupt- und Finanzausschusses am 23.04.2026:
Personalakquise für das pädiatrische Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) intensivieren und sichern (Prüfauftrag)
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Wolf,
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Pilz,
die CDU-Fraktion bittet Sie, den folgenden Antrag in die Tagesordnungen der oben genannten Sitzungen aufzunehmen und zur Abstimmung zu stellen:
Der Prüfantrag „Personalakquise für das pädiatrische Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) intensivieren und sichern“ der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP, Drs. 17/0740, wird um folgende Prüfpunkte erweitert:
1. Die Verwaltung prüft, ob Anreize für niederlassungswillige Ärzte in der Form geschaffen werden können, dass auch die private Ansiedlung unterstützt wird, in dem z. B. ein Bauwunsch durch die Reduzierung oder Erlassung des Erbpachtzinses bei städtischen Baugrundstücken angeboten wird.
2. Die Verwaltung prüft, inwiefern ergänzend zum monetären Angebot für die offenen Arztstellen gängige Jobanreize durch unterstützende Leistungen zur Mobilität und/oder Übernahme der Kinderbetreuungskosten geschaffen werden können.
3. Die Verwaltung prüft, ob Interessenten an einer auf eigene Rechnung geführten Kinderarztpraxis die bestehende Praxisinfrastruktur als Anschubunterstützung ohne Ablösesumme überlassen werden könnte und welche weiteren Niederlassungsanreize geschaffen werden können.
Begründung
Das Entsetzen über die geplante Schließung des MVZ-Standortes in Lüttringhausen ist groß. Betroffene Eltern wenden sich zahlreich an uns und berichten von ihren Sorgen um eine ausreichende und angemessene kinderärztliche Versorgung. Wir erkennen an, dass die Stadtverwaltung im Sinne der Daseinsversorgung bereits diverse Optionen versucht hat, die offenen Arztsitze zu besetzen. Und kritisieren gleichzeitig, dass die eigentliche Aufgabenträgerin kassenärztliche Vereinigung den Rahmen ihrer Möglichkeiten offenkundig nur unzureichend ausschöpft.
In der Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen am 11.03.2026 hat der ärztliche Leiter des MVZ eindrücklich geschildert, dass neben dem generell nachlassenden Interesse an dem Beruf des Kinderarztes auch der Standort Remscheid nur schwer mit den Städten mithalten kann, die Ärzte während ihres Studiums kennenlernen.
Daher halten wir es für geboten, dass neben den bereits eingebrachten Prüfvorschlägen auch weitere, für den kommunalen Arbeitgeber Stadt unkonventionelle, Anreize geprüft werden. Wir können die Lage Remscheids auf der Landkarte nicht ändern, aber Anreize setzen, dass sich Ärzte hier niederlassen und bei attraktiven Möglichkeiten den Charme der Kombination von Arbeits- und Wohnort Remscheid erfahren.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Markus Kötter
Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Remscheid
gez. Tanja Kreimendahl
Sprecherin der CDU-Fraktion im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Wohnen und Pflege
gez. Kirstin Couteau
Sprecherin der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung 4 – Lüttringhausen