Zwischenbericht zum Gleichstellungsplan
Der Zwischenbericht zum Gleichstellungsplan der Stadt Remscheid zeigt in mehreren Bereichen positive Entwicklungen, insbesondere beim steigenden Frauenanteil in Führungspositionen sowie bei der zunehmenden Nutzung flexibler Arbeitszeitmodelle.
Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung am 06.05.2026
Zwischenbericht zum Gleichstellungsplan – Entwicklung, strukturelle Herausforderungen und weitere Maßnahmen
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Wolf,
sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende Bailac-Cyrus,
wir bitten darum, die nachfolgende Anfrage in die Tagesordnung der nächsten Sitzungen der oben genannten Gremien aufzunehmen und zu beantworten.
Begründung
Der Zwischenbericht zum Gleichstellungsplan der Stadt Remscheid zeigt in mehreren Bereichen positive Entwicklungen, insbesondere beim steigenden Frauenanteil in Führungspositionen sowie bei der zunehmenden Nutzung flexibler Arbeitszeitmodelle.
Gleichzeitig werden jedoch weiterhin strukturelle Unterschiede und Herausforderungen sichtbar. So bestehen insbesondere in höheren Besoldungs- und Entgeltgruppen weiterhin Unterrepräsentanzen von Frauen. Auch in einzelnen Fachbereichen, beispielsweise in technischen Berufen, der Informationstechnologie sowie bei der Feuerwehr, zeigt sich, dass eine ausgewogene Verteilung bislang nur in begrenztem Maße erreicht werden konnte.
Darüber hinaus ist ein deutlicher Anstieg von Teilzeitbeschäftigung zu verzeichnen, insbesondere bei Frauen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwiefern bestehende Arbeitszeitmodelle und organisatorische Rahmenbedingungen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern, ohne zugleich langfristige Auswirkungen auf Karriereverläufe und Aufstiegsmöglichkeiten zu haben.
Ebenfalls auffällig ist die Entwicklung im Bereich geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse, deren Zahl in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Dies wirft Fragen nach der Struktur und Nachhaltigkeit der Beschäftigungsverhältnisse innerhalb der Verwaltung auf.
Hinzu kommt, dass im Gleichstellungsplan bewusst auf verbindliche Zielgrößen verzichtet wurde. Damit stellt sich die grundsätzliche Frage, wie die angestrebten Ziele systematisch gesteuert, überprüft und weiterentwickelt werden können.
Daher erscheint eine vertiefte Einordnung der dargestellten Entwicklungen sinnvoll, um bestehende Maßnahmen zu bewerten, strukturelle Herausforderungen klarer zu benennen und mögliche Ansatzpunkte für die weitere Umsetzung des Gleichstellungsplans herauszuarbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Kötter
CDU-Fraktionsvorsitzender
Sahra Bissek
Sprecherin der CDU-Fraktion im Ausschuss für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung