Auswirkungen der zunehmenden Nutzung Künstlicher Intelligenz auf Geschlechtergerechtigkeit und berufliche Teilhabe
Künstliche Intelligenz verändert bereits heute zahlreiche Arbeits- und Lebensbereiche und wird künftig erheblichen Einfluss auf Beschäftigung, Qualifikationsanforderungen sowie berufliche Entwicklungsmöglichkeiten haben. Entsprechend gewinnen digitale und KI-bezogene Kompetenzen zunehmend an Bedeutung.
Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Bürgerservice, Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung am 17.06.2026 sowie zur Sitzung des Ausschusses für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung am 01.07.2026
Auswirkungen der zunehmenden Nutzung Künstlicher Intelligenz auf Geschlechtergerechtigkeit und berufliche Teilhabe
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Wolf,
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Lo Pinto,
sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende Bailac-Cyrus,
wir bitten darum, die nachfolgende Anfrage in die Tagesordnung der nächsten Sitzungen der oben genannten Gremien aufzunehmen und zu beantworten.
Begründung
Künstliche Intelligenz verändert bereits heute zahlreiche Arbeits- und Lebensbereiche und wird künftig erheblichen Einfluss auf Beschäftigung, Qualifikationsanforderungen sowie berufliche Entwicklungsmöglichkeiten haben. Entsprechend gewinnen digitale und KI-bezogene Kompetenzen zunehmend an Bedeutung.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat im Mai 2025 unter dem Titel „Abgehängt: Frauen nutzen KI beruflich viel seltener als Männer“ auf deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei der Nutzung von KI-Anwendungen hingewiesen. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Frauen KI im beruflichen Kontext deutlich seltener einsetzen und auch weniger häufig von einer steigenden Nutzung berichten. Diese Unterschiede bestehen laut der Analyse selbst dann fort, wenn Faktoren wie Alter, Bildung, Branche oder Beruf berücksichtigt werden.
Das IAB weist darauf hin, dass ungleiche Zugänge zu KI-Kompetenzen langfristig bestehende Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt verstärken könnten. Insbesondere bestehe die Gefahr, dass Frauen seltener an technologischen Entwicklungen mitwirken, geringere Einflussmöglichkeiten bei der Einführung neuer Systeme haben und stärker von Tätigkeiten betroffen sind, die durch KI standardisiert oder ersetzt werden könnten.
Daher stellt sich die Frage, wie Kommunen, öffentliche Arbeitgeber und lokale Akteure den Zugang zu digitalen und KI-bezogenen Kompetenzen möglichst chancengleich gestalten können.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Kötter
CDU-Fraktionsvorsitzender
Mathias Heidtmann
Sprecher im Ausschuss für Bürgerservice, Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung
Sahra Bissek
Sprecherin im Ausschuss Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung
Tanja Kreimendahl
CDU-Ratsmitglied